Müller: Sonderbehandlung

„Ich wollte leben, unbedingt leben, noch eine Minute, noch einen Tag, noch einen Monat länger.-

Begreifen Sie: leben!“

 

Filip Müller war ein slowakischer Überlebender des Sonderkommandos im KZ Auschwitz-Birkenau, der die Massenvernichtung in den Krematorien und Gaskammern des Lagers miterlebte und später dokumentierte. Seine Erinnerungen an das Sonderkommando machte er der Öffentlichkeit durch sein Buch „Sonderbehandlung“ zugänglich.

Erschütternd, schonungslos und mit geradezu literarischer Wucht erzählt er von seiner Lagerzeit, beschreibt Täter und Opfer und gibt den Blick frei ins Herz der Finsternis. Es handelt sich dabei um die erste authentische Gesamtdarstellung der Geschichte des Sonderkommandos. Wer Müller, als einzigen Zeugen des Sonderkommandos, in Claude Lanzmanns Film „Shoah“ gesehen hat, vergisst sein Gesicht, seine Stimme nicht.

Nach der Veröffentlichung 1980 gab es massive Bedrohungen durch Alt- und Neo-Nazis, so dass Müller nie einer deutschen Neuausgabe zustimmt. Zum 100. Geburtstag 2022 nun macht seine Familie eine kommentierte Neuausgabe möglich.

 

Der Titel erscheint am 15.12.2021 bei wbg Theiss:

Filip Müller

Sonderbehandlung

Meine Jahre in den Gaskammern und Krematorien von Auschwitz

28,00 Euro

ISBN: 978-3-8062-4433-5

Leseprobe

Die Welt 27.01.2022

Süddeutsche Zeitung 31.01.2022

Moll: 30 Campertouren in Deutschland

Einsteigen! Erleben! Genießen!

Mit dem Camper wird jeder Kilometer zum Erlebnis: hinter jeder Kurve Neues entdecken, Flüssen folgen und Wälder durchkreuzen, die Küste erkunden oder Bergblicke genießen. Michael Moll präsentiert 30 Routen, auf denen der Weg das Ziel und das Ziel eine Auszeit ist. Ob Klassiker wie Ostfriesland, Mosel und Schwarzwald oder Geheimtipps wie die Lausitz und die Elbtalauen – diese unvergesslichen Touren versprechen Abenteuer und Erholung zugleich.

 

Der Titel erscheint am 17. Januar 2022 im Droste Verlag:

Michael Moll

30 Campertouren in Deutschland, die man einmal im Leben gemacht haben muss

Aktiv – erlebnisreich – unvergesslich

16,99 Euro

ISBN: 978-3-7700-2301-1

Leseprobe

Riemann: Grundformen der Angst

„Dieses Buch ist geschrieben, um dem Einzelnen leben zu helfen, um ihm mehr Selbst- und Fremdverständnis zu vermitteln und um die Wichtigkeit unserer Anfangsjahre für unsere Entwicklung deutlich zu machen. Es ist auch geschrieben, um den Sinn zu wecken, wieder zu erwecken, für die großen Zusammenhänge, denen wir eingefügt sind und von denen wir, wie ich meine, Wesentliches lernen können.“ –
Fritz Riemann, Grundformen der Angst

 

Der Klassiker und Longseller aus dem Ernst Reinhardt Verlag erscheint am 17. Januar 2022 in der 47. Auflage!

Fritz Riemann

Grundformen der Angst

19,90 Euro

ISBN: 978-3-497-02422-3

Leseprobe

Andersen: Die schönsten Märchen

Klirrende Kälte, Eisblumen an den Fenstern, das Reich aus Eis: die Schneekönigin ist das wohl bekannteste Märchen vom Winter, welches Hans Christian Andersen geschrieben hat und uns den Winter so richtig nachempfinden lässt.

Hans Christian Andersen hat im Lauf seiner Schriftstellerkarriere 156 Märchen verfasst. Inspiriert von der Originalausgabe von 1911, beinhaltet dieser soeben erschienene Schmuckband, die sieben berühmtesten Kunstmärchen.

Watteweicher Schnee, mächtige Wälder, schaumgekrönte Wellen: Edmund Dulac hat Andersens Märchen-Zauber virtuos ins Bild gesetzt und verleiht den Erzählungen ein reizvolles Gesicht.

 

Ein Schmuckstück für jedes Bücherregal –

erschienen in der wbg Edition:

Hans Christian Andersen

Die schönsten Märchen

Illustriert von Edmund Dulac

40,00 Euro

ISBN: 978-3-534-27420-8

Blick ins Buch

 

 

Haase-Hindenberg: »Ich bin noch nie einem Juden begegnet …«

»Ich bin noch nie einem Juden begegnet«: Diesen Satz haben die meisten Jüdinnen und Juden schon einmal von ihren nicht jüdischen Mitbürgern gehört. Gegen Fremdheit und Ignoranz setzt Gerhard Haase-Hindenberg aktuelle Lebensgeschichten, die von der Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland erzählen.

Die Geschichte lastet schwer auf dem Verhältnis zwischen Juden und Nichtjuden in Deutschland. Doch über 70 Jahre nach der Shoah leben mehr als 200 000 jüdische Menschen hier – viele Möglichkeiten zur Begegnung also. Und woher will man überhaupt wissen, dass man noch nie einen Juden getroffen hat?

Gerhard Haase-Hindenberg erzählt vom Reichtum und der Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland. Er berichtet von den Kindern und Enkeln von Shoa-Überlebenden, von Juden, die aus Osteuropa, Israel und Amerika nach Deutschland gezogen sind, ebenso von Menschen, die aus verschiedenen Gründen zum Judentum konvertierten. Ihren Alltag, ihre Geschichten und Erfahrungen, ihre Hoffnungen und die Bedrohung durch den steigenden Antisemitismus verwebt er mit Erklärungen zu Symbolen, Glaubenspraxis und Geschichte und zeichnet mit einer Kombination aus Lebens- und Kulturgeschichte ein aktuelles Panorama des Lebens von Jüdinnen und Juden.

 

Der Titel ist in der Edition Körber erschienen:

Gerhard Haase-Hindenberg

»Ich bin noch nie einem Juden begegnet …«

Lebensgeschichten aus Deutschland

22,00 Euro

ISBN: 978-3-89684-290-9

Leseprobe

Jüdische Allgemeine 14.10.2021

Strohmeyr: Lady Hester Stanhope

»Als Königin wirst du im Orient gekrönt werden.«

PROPHEZEIUNG AN LADY HESTER STANHOPE

 

Sie ist klug, begehrt gegen Autoritäten auf und liebt das Abenteuer: Lady Hester Stanhope (1776–1839), die 1813 in der Wüstenstadt Palmyra zur Königin des Orients gekrönt wird. Von klein auf gibt sich Hester eigensinnig und selbstbestimmt. Als die junge Frau ins Abseits der feinen Gesellschaft gerät, verlässt sie England für immer. Mit ihrem Geliebten bereist Hester die Länder des Mittelmeers, verliert ihren Besitz, aber nicht ihren Mut. Angetrieben von einer Prophezeiung, gelangt sie mit einer Karawane als erste Europäerin nach Palmyra. Im Libanon lässt sich Hester in einer Bergfestung nieder, leistet Widerstand im Bürgerkrieg, überlebt die Pest. Vom Volk als Herrin verehrt, fasziniert Hester auch Globetrotter wie Fürst Pückler-Muskau. Doch hinter der Fassade ihres Ruhms bröckelt es …

Klug und mitreißend erzählt Armin Strohmeyr auf der Grundlage von vielen Original-Dokumenten die abenteuerliche Lebensgeschichte einer freiheitsliebenden Frau und schafft ein farbenprächtiges Zeit- und Sittengemälde des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts zwischen Okzident und Orient.

 

Der Titel ist im Südverlag erschienen:

Armin Strohmeyr

Lady Hester Stanhope. Königin des Orients

24, 00 Euro

ISBN 978-3-87800-148-5

Leseprobe

 

Keskinkılıç: Muslimaniac

Wer denkt, aus »Ausländern« könnten je »richtige Deutsche« werden, irrt sich gewaltig: Es reicht nie, ist die Erfahrung hier lebender Muslime. Brillant und bissig erzählt Ozan Zakariya Keskinkılıç von einer konsequenten Verfremdung und bahnt einen Weg der Annäherung.

Egal, ob man in Deutschland geboren wurde und sich überhaupt in jeder Hinsicht integriert: Muslim bleibt immer Muslim – fremd, gefährlich, rückständig. Und als Muslimin ist man entweder unterdrücktes Opfer oder erotische Projektionsfläche. Diese Zuschreibungen sind weit älter als die gegenwärtigen angeblich islamkritischen Debatten. Als Orientalika bezeichnet Keskinkılıç solche Gegenstände, Symbole und Sprachspuren, in denen die hartnäckigen Klischees von Orient und Okzident sich spiegeln. Indem er sie mit aktuellen Entwicklungen und eigenen Erfahrungen verknüpft, seziert Keskinkılıç die Fixierung auf »den Islam« als zentrales Feindbild der Gesellschaft.

»Muslimaniac« nennt Keskinkılıç diese Erfindung der Muslime als Problem: ein schillernder Begriff, in dem sich gesellschaftliche Konstruktion und Besessenheit mit dem leidenschaftlichen, ironischen Geist des Ausbruchs aus den Stereotypen mischen. Und erst, wenn diese Umkehr gelingt, öffnet sich eine gemeinsame Zukunft jenseits der Stigmatisierungen.

 

Der Titel ist in der Edition Körber erschienen:

Ozan Zakariya Keskinkılıç

Muslimaniac

Die Karriere eines Feindbildes

20,00 Euro

ISBN: 978-3-89684-289-3

Leseprobe

Deutschlandfunk Kultur 06.09.2021

Lindenhahn: Die letzten Jahre Georg Büchners

»Große Hoffnungen ruhten auf ihm, und so reich war er mit Gaben ausgestattet, dass er selbst die kühnsten Erwartungen übertroffen haben würde.«

Rastlos ist er und unermüdlich, ein genialer Geist mit unstillbarer Wissbegier: Georg Büchner (1813–1837). Für politische Freiheiten und gegen Unterdrückung macht sich der junge Visionär stark. Er brennt für die Medizin, die Philosophie und bringt nicht zuletzt literarische Werke zu Papier, die ihn als Dichter unsterblich machen werden. Wie seine Figuren Woyzeck, Danton und Lenz ist Büchner ein Getriebener, ein Verfolgter – und ein Liebender: Die kluge, anmutige Minna gibt ihm Kraft, ein Leben mit ihr erscheint ihm als Erfüllung seiner Träume. Doch im Februar 1837 erkrankt er schwer .

Tiefgründig und bewegend erzählt, zeichnet Lindenhahn die empathisch-respektvolle Würdigung eines großen Denkers, der wie kein anderer den Außenseitern der Gesellschaft eine Stimme gab.

 

Der Titel ist im Südverlag erschienen:

Reinhard Lindenhahn

„Alles, was ist, ist um seiner selbst willen da“. Die letzten Jahre Georg Büchners

20,00 Euro

ISBN: 978-3-87800-153-9

Leseprobe

Die Täuschung

Haben Katholiken die Kirche, die sie verdienen? Norbert Lüdecke kritisiert die Hierarchie der katholischen Kirche, die dringend benötige Reformen blockiert statt befördert. Sein Buch „Die Täuschung“ ist ein Aufruf an alle Katholiken, aktiv zu werden für eine Kirche, die wieder Zukunft hat.

Der vielgerühmte Synodale Weg hat Hoffnungen auf einen Wandel der katholischen Kirche geweckt. Dabei ist er nicht anderes als eine große (Selbst-) Täuschung der katholischen Laien. Um innerkirchlichen Druck aus dem Kessel zu nehmen, wird Beteiligung suggestiert – Laien dürfen mitreden, aber wie immer nicht entscheiden.

 

Der Titel erscheint am 28.07.2021 bei wbg Theiss:

Norbert Lüdecke

Die Täuschung

Haben Katholiken die Kirche, die sie verdienen?

20,00 Euro

ISBN: 978-3-8062-4353-6

 

Zwischen Gut und Böse

Ein gutes Leben, das Richtige tun: Wie kann das gelingen? Gert Scobel und Markus Gabriel entwerfen eine neue Ethik, auf die wir – als Einzelne, als Gesellschaft und als Staat – unser Handeln auch in Krisenzeiten aufbauen können.

Zwischen Gut und Böse gibt es unzählige Möglichkeiten. Entsprechend weit spannen Markus Gabriel und Gert Scobel ihre Gedanken: Anknüpfend an Traditionen der guten Lebenspraxis und an abendländische und asiatische Denkwege gehen die beiden Philosophen der Frage nach, wie wir in einer komplexen Welt mit begrenzter Erkenntnis gute Entscheidungen treffen können. Wie finden wir heraus, was wir aus moralischen Gründen tun bzw. unterlassen sollen?

Im Dialog entwickeln Gabriel und Scobel das Prinzip der »radikalen Mitte«, in der sich unser Wissen, Denken, Fühlen, unsere Werte und Erfahrungen in einer Entscheidung und zugleich im Handeln verdichten. Werden wir uns dieser Mitte bewusst und kultivieren sie, erkennen wir in ihr die Wirklichkeit, in der wir nun einmal leben.

Und diese klare Erkenntnis brauchen wir, um den Herausforderungen unserer Zeit mit geübter Urteilskraft zu begegnen und die Zukunft zu gestalten, betonen die beiden Philosophen. Vor uns liegt ein gewaltiger Raum der Möglichkeiten. Und in dem ist, davon sind Markus Gabriel und Gert Scobel überzeugt, das Gute immer eine reale Option.

 

Der Titel ist in der Edition Körber erschienen:

Markus Gabriel, Gert Scobel

Zwischen Gut und Böse
Philosophie der radikalen Mitte

22,00 Euro

ISBN: 978-3-89684-287-9